Gesundheit

Vortrag »Atemlos durch die Nacht«

Wenn schlafen zur Gefahr wird

Zweiter Vortrag der WochenSpiegel-Reihe »Gesund, schön & fit«

Dr. Bernhard Landers erläutert bei seinem Vortrag im Hausärztlichen MVZ im Rahmen der WochenSpiegel-Reihe »Gesund, schön & fit«, dass Schnarchen ein Indikator für das Schlafapnoesyndrom sein kann.

Jeder Zehnte schnarcht. Das sind rund acht Millionen Menschen in Deutschland. Die meisten empfinden es zwar als störend, sehen aber keinen Handlungsbedarf. Doch Dr. Bernhard Landers weiß: »Es lohnt sich, etwas gegen Schnarchen zu tun. « Wie er seinen Zuhörern bei seinem Vortrag »Atemlos durch die Nacht« berichtet, kann das geräuschvolle Atmen einen ernsten Hintergrund haben, das Schlafapnoesyndrom, kurz SAS. Dabei haben die Betroffenen Atemaussetzer in den Phasen des Schnarchens, in denen sie keine Geräusche von sich geben und die Zunge fällt nach hinten. Solche Aussetzer können mitunter tragische Folgen haben. Wer an SAS leidet hat oft auch andere Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes, Adipositas, Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Ein Zusammenhang sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Denn eine unbehandelte Schlafapnoe kann das Risiko erhöhen, verfrüht zu sterben. Da Betroffene zudem nicht in die erholsamen Tiefschlafphasen kommen, kommt es häufig auch zu Tagesschläfrigkeit. In vielen Situationen kann das gefährlich sein. Man bedenke nur, dass jeder vierte Autobahnunfall durch Einschlafen am Steuer verursacht wird.

Die gute Nachricht: Es gibt Methoden, SAS zu behandeln. Zuerst wird mit einer Schlafmaske geklärt, ob wirklich ein SAS vorliegt, ein weiterer Schritt kann dann die Untersuchung im Schlaflabor sein. Wird das Syndrom diagnostiziert, kann eine Sauerstoffmaske, die nachts getragen wird, oder eine Schiene, die der Kieferorthopäde anpasst, Abhilfe schaffen. Nur wenn ein Schlafapnoesyndrom behandelt wird, wird Schlafen wieder zur besten Medizin.

Noch ein Tipp des Experten ist, dass man direkt schlafen gehen sollte, verspürt man die nötige Bettschwere, denn ein Nickerchen auf dem Sofa ist alles andere als erholsam. Der nächste Termin der Reihe zum Thema Diabetes findet am Mittwoch, 15. November, statt.

Dr. Bernhard Landers

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