Gesundheit

Pollenflug

Pollen lassen Millionen Deutsche leiden.

Eine Therapie für das Immunsystem hilft langfristig weiter


  • Der Patient erhält entweder regelmäßig Spritzen mit einer geringen Menge des Allergens
  • oder er nimmt den Allergieauslöser in Form von Tabletten oder Tropfen zu Hause ein.


Vorsicht: Pollenflug

Wir geben wertvolle Tipps, was bei Heuschnupfen hilft

Auch wenn der Winter gefühlt noch gar nicht vorbei ist, hat die Pollenflug-Saison nach dem Pollenflugkalender doch schon wieder begonnen

Die winzigen Pollen bzw. Blütenstaubteilchen von Bäumen (Erle, Birke, Hasel, etc.), Pflanzen (z. B. Beifuß), Gräsern (wie Roggen) und Kräutern lassen Jahr für Jahre allein hierzulande rund 18 Millionen Allergiker leiden.

Die Palette der Beschwerden reicht dabei von Niesattacken, Fließschnupfen oder laufende Nase über Schlafprobleme, Kopfschmerzen und juckende, brennende oder tränende Augen, bis hin zu Atemnot.

Mit der wirksamen Pollenallergie - Therapie, der so genannten Hyposensensibilisierung , sollten Allergiker bis zum Ende ihrer persönlichen Pollenflug-Saison warten. Aber auch bis dahin gibt es Möglichkeiten, die Pollenflug-Probleme zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren. Wir geben Tipps, worauf es dabei ankommt.

Den Körper an die Pollen gewöhnen

Eine Therapie für das Immunsystem hilft langfristig weiter

Vielen Pollenallergikern hilft auf Dauer nur eine spezifische Immuntherapie (auch Hypo- oder Desensibilisierung genannt). Diese sollte möglichst in der pollenärmsten Zeit des Jahres zwischen Oktober und Januar begonnen werden und kann mehrere Jahre dauern. Bereits nach einem Jahr zeigen die meisten Patienten bereits deutliche Verbesserungen.

Zur Auswahl stehen bei der spezifischen Immuntherapie, die nicht nur bei Heuschnupfen, sondern auch bei Allergien gegen Insektengifte, Schimmelpilz oder Hausstaubmilben eingesetzt wird, zwei grundlegende Verfahren. Der Patient erhält entweder regelmäßig Spritzen mit einer geringen Menge des Allergens oder er nimmt den Allergieauslöser in Form von Tabletten oder Tropfen zu Hause ein. Die Behandlung lindert die Beschwerden in vielen Fällen erheblich und dauerhaft. Denn sie bekämpft nicht etwa die Symptome, sondern die Ursachen.

Die Erfolgsaussichten der speziellen Therapie sind unterschiedlich, werden aber von den meisten Fachleuten auf zwischen 70 und 90 Prozent geschätzt.

Information und Vermeidung

Die eigenen Allergien und den Pollenflug kennen, etwa über den Pollenflugkalender aus der Apotheke oder die Wetter - Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes unter www.dwd.de/newsletter.de – in der ärgsten Zeit wenig draußen aufhalten.

Zu Hause regelmäßig wischen (feucht) und saugen (mit Pollen-Filter). Fenster mit speziellen Gittern versehen. Lüftungsanlagen mit entsprechendem Filter ausrüsten.

Behandlung: Symptome bekämpfen

Gegen die Heuschnupfen-Symptome helfen Antihistaminika. Verschiedene angesehene Experten raten dazu, sie nicht nur an Tagen mit Beschwerden einzunehmen, sondern durchgehend während der gesamten (persönlichen) Pollensaison.

Das passiert bei Heuschnupfen

Wenn das eigene Immunsystem deutlich übertreibt

Der Name Heuschnupfen ist etwas irreführend. Denn mit trockenem Gras haben die Beschwerden genauso wenig zu tun wie mit einem herkömmlichen Schnupfen. In Wirklichkeit leiden Millionen Menschen individuell ganz unterschiedlich unter einer bzw. mehreren Allergien. Probleme bereiten ihnen Pollen, eigentlich völlig harmlose kleinste Blütenstaubteilchen von Bäumen, Gräsern und Kräutern, die durch den Wind zum Teil kilometerweit verbreitet werden.

Der Körper schlägt Alarm gegen die Pollen und schießt mit seiner Abwehrreaktion auf die vermeintliche Bedrohung weit über das Ziel hinaus. Starke Niesattacken, böser Fließschnupfen oder eine verstopfte Nase, juckende, brennende oder tränende Augen, Kopfschmerzen, Schlafprobleme und Atemnot sind die Folge dieser Überreaktion.

Mehr Informationen zum Thema Heuschnupfen gibt es beim Arzt, in der Apotheke oder online etwa auf den Seiten

- der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst unter www.pollenstiftung.de

- des Deutschen Allergie- und Asthmabunds unter www.daab.de

- des Allergieinformationsdienstes unter www.allergieinformationsdienst.de

- des Deutschen Wetterdienstes (Pollenflug-Gefahrenindex) unter www.dwd.de/newsletter.de

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