Gesundheit

Franz-Peter Schäfer, Inhaber der Sportwelt Schäfer in Bad Münstereifel und des Injoy Mechernich.

Regelmäßige Muskelpflege

Die Medizin lässt uns immer älter werden. Zahlreiche technische Errungenschaften wie Auto, Waschmaschine, Computer und ähnliches haben uns jedoch immer bewegungsfauler werden lassen.

Muskelpflege wird daher immer wichtiger, wenn wir gesünder altern wollen. Das Organ Muskulatur kann die anderen Organe positiv beeinflussen, es braucht allerdings entsprechende Aufmerksamkeit. Die persönliche Zielsetzung sollte daher lauten: »Im Alter von 80 Jahren will ich noch einen Klimmzug können!«

Dies zu können heißt, dass man folgendes hat:

• eine ausreichend gestärkte Muskulatur

• ein starkes Herz und ein intaktes Gefäßsystem

• Gute Beweglichkeit und funktionstüchtige Gelenke

• Knochen, Bänder und Sehnen in einem guten Zustand

• Ausgewogene Ernährung bzgl. Kohlehydrate-, Eiweiß-, Fett-, Vitamin- und Mineralzufuhr und einem stimmigen Säure-/Basenhaushalt und im Ergebnis,

• das passende Gewicht.

Die Aufmerksamkeit ist überschaubar zeitintensiv. Es geht allerdings darum die wichtigen Themen richtig anzugehen und ihnen eine Priorität zu geben. Der Teufel liegt – wie so oft – im Detail. Das Training selbst ist keine Überlastung, sondern ein gezielter Prozess, die eigene Belastungsgrenze stetig zu verbessern.

Die Muskelpflege wird zur Gewohnheit – so man wie es mit den eigenen Zähnen bereits umgesetzt hat.

Wie der Weg aussieht, zeigten der Vortrag desSportwissenschaftlers A. Bredenkamp mit dem Thema: »Der gesunde Weg zu mehr Gesundheit und besserer Lebensqualität« sowie die »Live-Präsentation« von D. Rothmund und P. Röhr, die zeigt wie der Körper auf äußere Einflüsse durch Stress und körperlicher Belastung im Inneren reagiert unter anderem am Beispiel des Blutdruckes.

Dargestellt wurden die Werte von Frau Ulla Schwalenstöcker vorher und nach zehn Monaten gezieltem Training, wo sie von 17 Medikamenten diese auf zwei reduzieren konnte und selbst hierzu Stellung genommen hat. Training gehört heute für sie zum Leben – ebenso wie das Zähneputzen.

Beide Vorträge haben sehr gut aufgezeigt, welches Potential wir alle selbst in den Händen halten, gesundheitliche Probleme zu reduzieren oder erst gar nicht aufkommen zu lassen. Je früher ich damit starte, umso besser. Es ist jedoch auch nie zu spät.

Unsere Probanden sind mit viel Hintergrundwissen in das Training gestartet. Welche große Rolle die veralteten Glaubenssätze und auch Gewohnheiten spielen, hat sich allerdings ganz schnell gezeigt. »Viel hilft viel« oder »nur die Harten kommen in den Garten« haben ebenso einen negativen Einfluss genommen, wie die eigenen, bisher gelebten Gewohnheiten. Diese zu ändern ist nicht leicht und Ausreden sind leicht zu finden. Genau hier kommt der Punkt »Motivation« und die zu beachtenden Punkte für unser Gehirn ins Spiel. Diese hat Prof. Dr. med. E. Zimmermann beim Besuch letzten Sommer in Bad Münstereifel ausführlich dargelegt. Werden sie beachtet, ist die eigene Motivation deutlich leichter. Beachtet man sie nicht, wird es deutlich schwerer.

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